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Mehrere Seniorinnen und Senioren gehen gemeinsam im Freien — Illustration des Gemeinschaftslebens
Presseschau · 23. Februar 2026

Presseschau — Gesundheitsaktualität, Woche 08 (2026)

Unser Überblick über die Schweizer Gesundheitsaktualität der Woche 08 (2026): Rabatte auf Medikamente, 13. AHV-Rente, Tardoc-Tarif, Gesundheitswarnungen und Weiterbildungsagenda.

Veröffentlicht am 23. Februar 2026 · Gaelle Schmidt

Gesundheitspolitik und Versicherungen

Der Bundesrat hat eine Vernehmlassung eröffnet, um Rabatte auf die meistverkauften Medikamente einzuführen, mit einem geschätzten jährlichen Sparziel von 350 Millionen Franken.

Ein neuer Grundsatz, « nur einmal » genannt, wird im Rahmen des KVG eingeführt, um die Erhebung von Gesundheitsdaten zu vereinfachen und den administrativen Aufwand zu verringern.

Zudem nähern sich die Diskussionen rund um die 13. AHV-Rente einem Kompromiss, der eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und der Lohnbeiträge kombiniert.

Schliesslich weist der Bund für das Jahr 2025 einen Überschuss von 300 Millionen Franken aus, während AHV und IV positive Ergebnisse mit einer Nettorendite von 6,34 % vorlegen.

Ärztliche Praxis

Die Einführung des Tardoc-Tarifs führt zu gewissen Fehlentwicklungen, namentlich zu Umgehungsstrategien bei einzelnen Praktizierenden.

Die Verschreibung von Antibiotika erfolgt weiterhin häufig ausserhalb der Empfehlungen, etwa bei Erkrankungen wie Sinusitis oder Pharyngitis.

Studien zeigen zudem, dass Pflegefachpersonen bestimmte ärztliche Aufgaben übernehmen können, ohne dass die Qualität der Pflege darunter leidet.

Bei betagten Menschen bleibt das Risiko der Übermedikation besorgniserregend, namentlich im Zusammenhang mit Polymedikation, Sturzvorgeschichte und weiblichem Geschlecht.

Ein auffälliger Fall wurde zudem in Österreich gemeldet, wo ein falscher Arzt mit durch künstliche Intelligenz gefälschten Dokumenten verhaftet wurde.

Öffentliche Gesundheit

Mehrere Gesundheitswarnungen wurden diese Woche festgehalten. Eine Verunreinigung mit Cereulid in Säuglingsmilch führte in der Schweiz zu 15 Meldungen und löste eine Untersuchung des BLV aus.

Auch der « Zaubersand » geriet wegen eines möglichen Asbestrisikos in die Kritik.

Die illegalen Medikamentenimporte setzen ihren Anstieg fort (+17 % im Jahr 2025), namentlich aus Frankreich und Deutschland.

In der Forschung wurde von CHUV und UNIL ein neues Instrument zur Erkennung des Risikos einer postpartalen Blutung entwickelt.

Zudem zeigt eine an den HUG durchgeführte Studie, dass 25 % der Mitarbeitenden mit Situationen von Rassismus konfrontiert waren, mit einem noch höheren Anteil bei Mitarbeitenden aus Minderheiten.

Bezüglich der Covid-Impfstoffe wurden zwei Entschädigungen gewährt, und die Beschaffungsverträge sollen öffentlich gemacht werden.

Weiterbildung

  • Webinar « Was ist Ihnen wichtig? » (03.03.2026) — partizipative Entscheidung
  • Seminar « Niederlassung in der Arztpraxis » (18.04.2026)
  • Jahreskongress der SATW (21.05.2026) — Thema: gut altern
  • Swiss Public Health Conference (2.–3.09.2026, Luzern)

Kommende Veranstaltungen

  • 26.02.2026: Jeudis de la Vaudoise — ADHS bei Erwachsenen
  • 01.03.2026: 87. Tag der Kranken
  • 11.–12.06.2026: Kongress der Pädiatrie Schweiz
  • 16.09.2026: Symposium im Gesundheitsmanagement (3. Ausgabe)

Zum Weiterlesen

  • CSS-Studie zu den Unterschieden der Krankenkassenprämien zwischen den Kantonen
  • OBSAN-Bericht zur Einführung des EPD (2024 noch sehr tief)
  • UNIL-Studie zu den Mechanismen des Immunsystems
  • Plattform startcare.ch für junge Pflegefachpersonen
  • UNIFR-Studie zur Wirkung von Musik auf den Schlaf (HarmonicSleep)

Beitrag ursprünglich auf der Website von Soins Riviera, heute Vitaloria, veröffentlicht. Zahlen und Zitate stammen aus ihren Quellen (Bund, Unisanté, BFS, Spitäler und Gesundheitsnetze).

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